888 Casino will 2022 in den Niederlanden an den Start gehen

Wie viele andere internationale Top-Casinos musste auch 888 Casino seine Türen für die Niederländer schließen, hofft aber, sie bald wieder öffnen zu können. Der amerikanische Anbieter selbst strebt die zweite Hälfte des Jahres 2022 an. Ob das auch für die Tochtergesellschaft 777 Casino gilt, ist nicht bekannt.

888 Casino steht seit dem 1. Oktober 2021, der Eröffnung des niederländischen Online-Glücksspielmarktes, auf der schwarzen Liste. Seit diesem Datum dürfen nur noch Online-Casinos mit einer Lizenz der Kansspelautoriteit (KSA) niederländische Spieler ansprechen. Ein aktueller Online Casino Test findet sich auf Casino24.org.

888 Casino hofft, im Jahr 2022 (wieder) in den Niederlanden aktiv zu werden, genau wie Holland Casino, BetCity und Bet365. Dies lässt sich zwischen den Zeilen in den kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen (Q3) des Unternehmens nachlesen.

Was die Zukunft betrifft, so ist noch unklar, wann eine Lizenz in den Niederlanden erteilt wird, aber die Gruppe (888 Group, Anm. d. Red.) strebt an, in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 betriebsbereit zu sein”, so der Anbieter. Es wird erwartet, dass diese vorübergehende Schließung eine negative Auswirkung von etwa 10 Millionen Dollar auf das EBITDA im Jahr 2022 haben wird, was aber die Erwartungen für 2023 und darüber hinaus nicht beeinträchtigt.

888 Casino: große Auswahl an Online-Spielen!

888 hat ein tolles Online-Casino, das neben verschiedenen Sportwetten auch Online-Slots, Tischspiele, Bingo und alle Arten von Live-Dealer-Spielen im Live-Casino anbietet. Sie können auch mehrere exklusive Pokerräume unter dem Namen 888poker finden.

Aber das liegt alles noch in der Zukunft. Vorerst müssen Sie sich mit legalen Anbietern wie Fair Play Casino, Batavia Casino und Bingoal begnügen.

Spaß mit Barcodes

Jan Schejbal hatte mit Hilfe des Freeware-Programms bcTester herausgefunden, dass der linke Barcode, der beim postalischen Zurücksenden des Fragebogens im Adressfenster sichtbar ist, die vollständige Fragebogen-Nummer enthält. So kann also jeder, der dieses Adressfeld zu Gesicht bekommt, die Nummer des im Brief enthaltenen Fragebogens erfassen.

Harmlos. Harmlos?

Auch der rechte 2D-Barcode, der beim Versenden des Fragebogens an den Befragten nebst Postanschrift im Sichtfenster des Briefumschlags sichtbar ist, enthält diese Nummer in codierter und von jedem dechiffrierbarer Form.

Laut bcTester-Diagnose handelt es sich um DataMatrix-Codes, die die 12stellige Fragebogen-Nummer an einer bestimmten Stelle in richtiger Reihenfolge und im Klartext beinhalten. Derartige Codes lassen sich mit Hilfe von Freewareprogrammen (Beispiel BarCode Generator) auch leicht selber erzeugen.

Diese Information wird aber dann erst “spannend”, wenn man zugleich auch in den Besitz des “Aktivierungscodes” für die Online-Beantwortung des Fragebogens gelangt. Uns wurde mehrfach davon berichtet, dass die von manchen Landesstatistikämtern verwendeten Versandbriefumschläge es ohne große Probleme ermöglichen, diesen Aktivierungscode bei geschlossenem Umschlag zu lesen.

Und selbst bei dem uns zur Verfügung stehenden Original-Satz GWZ-Formular samt Orignal-Versandbriefumschlag aus Niedersachsen, wo das eigentlich nicht der Fall ist, konnten wir diesen Aktivierungscode dank etwas Fingerspitzengefühls bei verschlossenen Briefumschlag lesen:

Missbrauch ist möglich

Das bedeutet, dass Missbrauch der etwa 17,5 Millionen versendeten GWZ-Fragebögen möglich und mit geringem Aufwand durchführbar ist. Voraussetzung dafür ist, dass man den Briefumschlag mit dem Fragebogen ein einziges mal in die Hand bekommen haben muss. Das Auslesen des 2D-Barcodes sollte mit Hilfe jedes Smartphones möglich sein, könnte also “vor Ort” vorgenommen werden.

Fehler, Fragen und Vermutungen

Wir hatten schon zuletzt auf einen Zeitungsartikel hingewiesen, in dem das Statistikamt Nord von Problemen und Fehlern bei der automatischen Verarbeitung der per Post eingehenden GWZ-Fragebögen berichtet. Schon ein handgeschriebener Briefumschlag anstelle des vorgegebenen Fensterumschlags (mit Barcode) führe dazu, dass die automatischen Briefverarbeitungsanlagen Probleme bekommen und (vermutlich) eine aufwendige manuelle Bearbeitung der Umschläge erforderlich macht.

Was passiert dann wohl, wenn die automatischen Briefverarbeitungsanlagen Post erhalten, die zwar den 2D-Barcode im Adressfeld, aber keinen Fragebogen enthalten?

Und wie gehen diese Anlagen mit Briefumschlägen um, die einen Barcode gleichen Systems an der korrekten Stelle aufgedruckt haben, die darin verborgene Fragebogennummer allerdings ungültig ist?

Fragen über Fragen …