Der Zensus schreitet voran – vielfach hört man gar nichts mehr davon oder wenn, dann großflächige Meldungen wie “Alle machen mit” oder ähnliches.
Und doch lassen sich manche Pannen nicht ganz verbergen.
Zensus-Programmierfehler (bekannt gewordene)
Bundesweit scheint es nicht nur Probleme mit der Bezahlung der “Ehrenamtlichen” zu geben (Beispiele Niedersachsen und Bayern), auch gibt es einen Programmierfehler, der dazu führt, dass selbst “ordentliche” Zensusfragebogenausfüller mit Erinnerungsschreiben bedacht werden. Das gestand man zunächst nur in Thüringen ein, später gestand man beim Statistikamt Nord, dass es sich auch dabei um ein Problem bei allen Bundesländern handelt.
Zurückhaltung bei den Gebäudebefragten
Im letzteren Artikel erfahren wir auch endlich mal Zahlen, wie groß die bisherigen Rücklaufquoten sind, nämlich gar nicht unbedingt sooo toll:
Unkontrollierbares
In einem anderen Zeitungsbeitrag zu den fehlerhaften Zensus-Programmierungen äußert ein Behördenmitarbeiter sein Bedauern, lässt anschließend allerdings einen Kommentar vom Stapel, der nicht gerade beruhigend wirkt …
Behördensprecher Martin Ratering kann sich für das Durcheinander nur entschuldigen. “Bei einem Großprojekt gibt es immer Dinge, die man nicht ganz kontrollieren kann.”
In diesem wie in anderen Artikeln werden Verhaltensweisen beschrieben, die zu technischen Problemen bei der Bearbeitung der Fragebögen geführt haben:
- Mehrere Formulare wurden in nur einen Briefumschlag gesteckt.
- Die Befragungsformulare kleingefaltet und in dann in kleineren Briefumschlägen versendet.
Es könnte also sein, dass die automatisierten Briefbehandlungs und Formularscananlagen bereits dann Probleme kriegen, wenn sie nicht nur mit dem Fragebogen alleine sondern mit einem oder mehreren deckblättern oder (hand)schriftlichen Anschreiben konfrontiert werden?
Jemand anderes schrieb uns neulich, er würde alle Seiten seines Fragebogens einzeln versenden. Warum auch immer.
Ganz sicher aber lassen sich keine Bilder einscannen:

Quelle: http://finkployd.blogger.de/stories/1822198/
Und was war da noch?
Ach ja, die erste Volkszählerin, bei der das Prinzip “Wir erklären Regeln zu Tatsachen” nicht funktioniert hat, ist aufgetaucht. Nach Abschluß ihres Ehrenamts kam diese freundlicherweise noch einmal auf die Befragten zurück, um sich nach deren Bedarf an Ökostrom zu erkundigen.
Und das Gerücht, wonach die Lockheed-Martin-Hacker nun im Besitz der vollständigen britischen Zensus-Daten wären, wurde inzwischen selbstverständlich dementiert.



